(Prime Quants) – Ganz klar – die Ziffer 3 ist definitiv und ohne jeden Zweifel die Zahl der Woche! 3 gewinnt und 3 ist auch Trumpf, und sollten Sie zum gelegentlichen Glücksspiel neigen, empfehle ich Ihnen unbedingt die Kombination 3, 13, 23, 33 und 43 für Ihren Lottoschein. Falls Sie sich nun fragen, wie ich zu diesem Schluss komme, folgen hier einige hieb- und stichfeste Beweise: Da wären zuallererst einmal die neuesten Arbeitslosenzahlen – die sanken im besten März seit 24 Jahren nämlich auf 2.932.000 und damit wieder unter die, ganz genau, 3-Millionen-Marke. Über 3 Jahrzehnte bestand hingegen die EU-Milchquote, die den Landwirten einen stabilen Verkaufspreis sichern und die Milch- und Butterberge der frühen Achtziger künftig verhindern sollte. Seit diesem Mittwoch darf also wieder gemolken werden, was die Euter hergeben, was Deutschlands Führungsrolle in Sachen Milchproduktion – die Bundesrepublik liegt mit 31,4 Millionen Tonnen weit vor Frankreich und Großbritannien – weiter ausbauen dürfte. Spitzenplätze belegten in dieser Woche auch die Automobilindustrie – die 3 DAX-notierten Unternehmen Continental, BMW und VW schufen im Jahr 2014 die meisten neuen Arbeitsplätze (Fresenius haben wir übrigens wegen der Übernahme von Rhön-Klinikum und der Tochter Fresenius Medical Care aus dieser Wertung gestrichen), insgesamt wurden von den 30 Blue Chips einer Analyse des Handelsblatts zufolge „so viele neue Jobs geschaffen wie nie zuvor“. Knapp 3 Prozent betrug der Zuwachs der im Inland bei einem DAX-Konzern Beschäftigten, und das trotz höchsten Lohn-Niveaus. Apropos höchstes Niveau:

Ein Schuss, kein Treffer

Ein solches würde man sich von der deutschen Bundeswehr ja schon wünschen, soll die lustige Truppe doch Deutschland nebst seinen Bürgerinnen und Bürgern schützen. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft jedoch seit geraumer Zeit eine riesige Lücke, und gerade scheint es, als müsse man die Soldaten gar vor dem eigenen Arbeitsgerät schützen, denn: Das Standard-Sturmgewehr der Truppe, G36 mit Namen, lässt ab 23 Grad Celsius die Treffgenauigkeit vermissen! Für den Hersteller Heckler & Koch ein Blattschuss – das schwäbische Unternehmen ist als GmbH zwar nicht börsennotiert, aber immerhin: eine Anleihe (WKN A1KQ5P) gibt es, und die hat alleine am gestrigen Mittwoch mit – Sie ahnen es bereits – einem Minus von über 3 Prozent einen ordentlichen Treffer abbekommen! Gar nicht zum Lachen hingegen die Meldung, dass die Deutsche Lufthansa den monetären Schaden des Germanwings-Absturzes auf 300 Millionen US-Dollar beziffert; diese Summe stellen zumindest die Versicherer der Airline für Schadenersatzansprüche und weitere Kosten zurück. Damit ist die Fluggesellschaft neben den beiden Versorgern RWE und Eon eines von nur 3 Unternehmen aus dem deutschen Leitindex, die das erste Quartal 2015 mit einem Minus beendeten. Alle anderen verbuchten satte Gewinne und bescherten dem DAX so die besten ersten 3 Monate seit 2003. Und sollten Sie sich mittlerweile die Frage stellen, warum ich Ihnen das alles heute so ausführlich erzähle, dann deshalb:

Frohe Ostern

An den Börsen passierte in dieser Karwoche nämlich so gut wie nichts. Seitdem der DAX am Montag bei 11.927 Zählern in den Handel startete, bewegten sich die Kurse in einer lediglich 200 Punkte breiten Range mehr oder weniger seitwärts. Der Monster-Rallye ist damit tatsächlich erst einmal die Luft ausgegangen, stattdessen sehen wir aktuell eine Konsolidierung im Bereich der 12.000er-Marke. Gründe für diese Unentschlossenheit gibt es gleich mehrere – einmal natürlich das sogenannte „Window Dressing“, bei dem unter anderem Fondsmanager am Ende eines Quartals noch schnell die Aktien einkaufen, die in den Wochen zuvor besonders gut gelaufen sind – damit bloß nicht der Eindruck entsteht, die Herren hätten womöglich einen Trend verschlafen. Wahlweise werden auch noch schnell die Titel aufgekauft, die in den Fonds bereits enthalten sind – diese Methode zieht die Aktienpreise und folgerichtig auch die Wertentwicklung der Fonds nach oben. Demgegenüber steht eine unbekannte Zahl an Anlegern (sicherlich aber mehr als 3!), die ihre Gewinne der vergangenen Wochen gerne mit nach Hause ins überlange Osterwochenende nehmen wollen. In dieses Bild passen auch erste Gerüchte über ein vorzeitiges Ende der EZB-Anleihekäufe, die seit Wochenmitte auf dem Parkett kursierten: Nachdem die Preise in der Eurozone im März nur noch marginal gefallen sind (-0,1 Prozent), könnte die Deflationsgefahr – Hauptargument der EZB für die umstrittene Geldflut – schneller gebannt sein, als ursprünglich gedacht. Womit auch der einst angedachte Zeitraum – bis September 2016 nämlich – möglicherweise entsprechend angepasst (= verkürzt) wird. Sollten sich diese Gerüchte verdichten oder gar bewahrheiten, könnte es ganz schnell ein ordentliches Stück nach unten gehen! Demgegenüber steht dem DAX mit dem April mit einem Performance-Plus von knapp 3 Prozent der statistisch stärkste Monat des Jahres ins Haus, Spannung³ ist demnach garantiert!

Erfolgreiche Trades wünscht

Ihr
Sebastian Jonkisch

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