(Prime Quants) – Daimler-Aktien zogen am Freitag das Interesse der Optionshändler auf sich. Mit insgesamt 57.312 Optionsgeschäften waren die Anteilsscheine an der europäischen Terminbörse Eurex der gefragteste Basiswert im DAX. Das Interesse auf der Long-Seite war dabei mit 37.207 Calls zu 20.105 Puts fast doppelt so groß. Diesen Schwung nimmt die Aktie heute mit und verbessert sich zur Stunde um 2,74 Prozent auf 48,89 Euro – Daimler ist damit der stärkste Wert im DAX. Die festeren Kurse dürften dabei vor allem den Charttechnikern schmecken, denn dadurch werden jetzt sogar neue Kaufsignale greifbar.

Chart Daimler (WKN 71000)

Die Delle im Juni mit Tiefstkursen im Bereich von 43,16 Euro hat die Aktie relativ zügig wieder ausgebügelt. Der schnelle Anstieg kam dabei für die meisten Anleger jedoch überraschend. Denn seit dem Zwischentief am 21. Juni lag das Interesse der Optionshändler vor allem auf der Short-Seite. So gingen in den vergangenen zehn Handelstagen 166.816 Puts aber nur 138.078 Calls über den Tresen. In der größeren Perspektive ist die Aktie trotz der strammen Erholung daher keineswegs als „überkauft“ einzustufen, auch wenn die Bären jetzt das Bullenlager stürmen. Die Schieflage am Optionsmarkt spricht dafür, dass auf kurze Sicht durchaus weitere Gewinne winken – gerade wenn auch die Charttechnik jetzt wieder „grünes“ Licht gibt.

{slider=Market Mover – Der kostenlose Trading-Service << hier klicken >>}
{loadposition inbeitrag_mm_bestellseite}
{/slider}

Der erste Ausbruchsversuch am Donnerstag wurde noch von der Mai-Abwärtstrendgeraden bei 49,00 Euro ausgebremst, sodass es am Freitag zu schwächeren Kursen gekommen ist. Nach dem Motto „buy on dips“ nutzten die Anleger die Verschnaufpause aber konsequent für Anschlusskäufe. Jetzt läuft der zweite Angriff auf den charttechnischen Widerstand. Gelingt der Break, wäre das nächste Kursziel im Bereich des Mai-Tops bei 50,37 Euro zu finden. Dort ist ein möglicher Rücksetzer einzuplanen, bevor es nachhaltig über die magische Marke von 50,00 Euro gehen könnte. Der intakte Aufwärtstrend hält dafür jedenfalls das nötige Potenzial bereit.

{loadposition mainbody_interessenkonflikt}
{loadposition mainbody_author_sh}