Das neue Jahr ist noch nicht einmal zwei Wochen alt, und schon geht es wieder rund, auf dem Parkett. Wobei ausnahmsweise nicht unbedingt die Aktienmärkte gemeint sind – zu denen kommen wir gleich. Die Rede soll zunächst von den Kryptobörsen sein, denn da sorgte eine Entscheidung der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde SEC zuletzt für mächtigen Wirbel. Bitcoin, die größte und bekannteste Kryptowährung, soll künftig über börsengehandelte Fonds, die sogenannten ETFs, handelbar sein. Diese Meldung wurde in den vergangenen Tagen gleich zweimal verbreitet (einmal als Fake-News, nachdem Hacker den X-Account der SEC gekapert hatten, und tags darauf dann als verifizierte Mitteilung), die Folgen waren indes dieselben:

In Deckung

Der Bitcoin-Kurs machte einen großen Satz nach oben und markierte bei 47.897 USD den höchsten Stand seit April 2022 – um sich anschließend etwas tiefer auszupendeln. Der ganze Wirbel um die Genehmigung der BTC-ETFs war dabei eine willkommene Ablenkung von den ansonsten eher spannungsarmen Kursverläufen an den Aktienmärkten. Die konnten zwar insbesondere zum Wochenstart einen Konter auf die teils scharfen Rücksetzer der Vorwoche starten, blieben ansonsten im Vorfeld der gestern veröffentlichten US-Inflationszahlen aber überwiegend in Deckung. Der deutsche Leitindex notierte am Mittwoch beispielsweise in einer gerade einmal 99 Punkte umfassenden Kursspanne, wobei die Mittellinie, um die das Aktienbarometer oszillierte, wieder einmal an der 16.700er-Marke angetragen werden konnte. Dieses Kurslevel beschäftigt den DAX mittlerweile schon etwas länger:

Ausgangslage

Bereits nach dem Ausbruch auf das bisherige Allzeithoch Mitte Dezember schoben sich die Blue Chips an der 16.700er-Schwelle seitwärts, und auch der Ausreißer auf das aktuelle 2024er-Top vom 2. Januar bei 16.963 oder der anschließende Rücksetzer auf das entsprechende -tief am vergangenen Freitag bei 16.449 änderten nichts an dieser Ausgangslage. Damit kann die erste Haltestelle auf der Unterseite weiterhin am Juli-Top bei 16.529 angetragen werden, darunter sollten das Vorwochentief und das Juni-Top bei 16.427 stützend wirken. Eine Etage tiefer käme das Mai-Hoch bei 16.332 als Unterstützung infrage, bevor die Blicke allmählich in Richtung 16.000er-Marke gehen würden. Auf der Oberseite sind die Hürden hingegen schnell aufgezählt – gelingt die Rückkehr über 16.800 Punkte beziehungsweise über das Verlaufshoch vom 12. Dezember bei 16.837 Zählern, wäre Platz für einen Sprint an das Vorwochenhoch und die 17.000er-Barriere mit dem amtierenden Allzeithoch.