
Der deutsche Leitindex hat sich gestern eine Pause gegönnt und den Handel punktgenau auf dem Vortagesniveau beendet. Ein Kunststück, das seit der Jahrtausendwende übrigens nur 20 Mal gelang. Viel schlauer ist man dadurch allerdings auch nicht, denn die Stop-and-Go-Börsen liefern (je nach Sichtweise) Argumente für beide Seiten.

Und so sprechen die einen von relativer Stärke, die anderen hingegen von einer überfälligen Korrektur. Die Wahrheit liegt aber wohl eher in der Mitte – oder anders gesagt: bei 11.440 Punkten. Darüber sieht es für die Bullen zunächst noch gut aus, zumal aufgrund des geringen Volumens (siehe Profil) nur wenig Break-Even-Verkäufe stören.
Allerdings (und das ist die Krux an der Sache) tendierte der Markt in der Vergangenheit immer wieder dazu, die volumenstarken Levels noch einmal anzulaufen. Und genau deshalb bleibt ein Dip in Richtung 11.440 Zähler auch jederzeit möglich – ob er nun direkt, oder erst von einem höheren Niveau aus (bspw. von 11.800 oder 12.000 Punkten) angestoßen wird.
Für eine größere Korrektur müsste es aber sogar deutlich unter diese Marke zurückgehen, doch dafür fehlen momentan noch die nötigen charttechnischen Indizien. Hält sich der Markt also weiter an die typischen Bewegungsmuster, dann sollte es zunächst auf eine breite Seitwärtsphase hinauslaufen.







