
Deutsche Aktien waren am Dienstag nur kurz angesagt. Der DAX sprang zwar direkt zum Start über die Marke von 11.600 Punkten, allerdings ging den Kursen nach dem Up-Gap ziemlich schnell die Puste aus. Die Bären wird es freuen, gerieten sie angesichts der bis dato ungebrochenen Aufwärtsdynamik doch zunehmend unter Druck.

Aber auch wenn momentan zahlreiche skeptische Marktkommentare vor “überhitzten” und “korrekturanfälligen” Kursen warnen, eine ausgemachte Sache ist so ein Rücksetzer noch nicht. Zumal der DAX die Volumenspitze im Bereich von 11.440 Zählern jetzt als starke Unterstützung im Rücken hat. Größere Abwärtsimpulse würden also erst darunter (oder bei einem klaren Umkehrtag) aktiviert werden.
Manchmal schreibt die Börse aber die skurrilsten Geschichten. Und es wäre genügend Stoff für eine Posse, wenn die Trump-Rallye bereits endet, bevor der gleichnamige Präsident das Ruder übernimmt. Das ist übrigens ab dem 20. Januar der Fall.
Gefahren bestehen ebenfalls, wenn die konjunkturelle Entwicklung der Euphorie nicht folgen kann – oder zumindest Zweifel daran aufkämen. In diesem Fall würde der volumenarme Korridor zwischen 11.365 und 11.000 Punkten nämlich noch einmal interessant werden. Zunächst müssten die Bären allerdings beweisen, dass sie auch die Kraft besitzen, um die Bullen von ihrer neugewonnen Stärke abzubringen.







