Auf große Impulse warteten Aktieninvestoren zuletzt vergebens, denn
der DAX wurde in einer engen Range zwischen 10.300 und 10.700
Punkten gehandelt und ließ bislang jede Ausbruchschance links liegen.
Doch aufgeben gilt nicht, und so haben sich die Kurse mit einem starken
Wochenauftakt (+1,27%) erneut an die erste entscheidende Hürde
herangeschoben. Über den Berg hat es der DAX damit allerdings noch
lange nicht geschafft. Im Gegenteil:

Das Potenzial auf der Oberseite ist zunächst im niedrigen einstelligen
Prozentbereich anzusiedeln. Der Grund dafür findet sich vor allem in der
oberen Begrenzung des breiten Frühjahr

Trendkanals, die zusammen
mit der runden 11.000er

Marke einen hartnäckigen Widerstand bildet.
Für die meisten Chartanalysten ist daher klar, dass erst darüber wieder
ein freundlicherer Ton angestimmt werden dürfte. Eine schwierige, aber
(zumindest theoretisch) auch lösbare Aufgabe

schließlich wäre es nicht
das erste Mal, dass die Kurse aus einem Aufwärtstrendkanal nach oben
ausbrechen. Wie nachhaltig eine solche Bewegung dann aber sein wird,
das steht wiederum auf einem anderen Blatt.

Bevor es aber überhaupt dazu kommt, muss der DAX über das erste
Hindernis in Form der August

Trendgeraden hinaus, denn diese
versperrt den Kursen momentan (noch) bei 10.660 den Weg. Darunter
(und das muss an dieser Stelle leider wiederholt werden) bleibt es bei
dem Quergeschiebe und dem richtungslosen Geschäft. Wir sind also
zunächst nur vorsichtig optimistisch und wollen jetzt schlichtweg
handfeste Erfolge sehen. Ein Schlusskurs über 10.660 wäre dafür heute
schon mal ein guter Anfang.