Die Blicke der Börsianer gehen in dieser Woche einmal mehr über den
großen Teich. Zuerst nach St. Louis, wo in der Nacht das zweite TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump stattfand, und
anschließend nach New York. Denn dort eröffnet der Aluminiumkonzern
Alcoa am Dienstagabend traditionell die Berichtssaison zum dritten
Quartal. Enden wird die Woche dann mit einer Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen auf der Fed-Konferenz in Boston.

Charttechniker dürften dabei mit einem Auge auch auf den Dow Jones
schielen, der jetzt in die Spitze eines kleinen Dreieckmusters hineinläuft.
Bei Kursen oberhalb von 18.300 könnten sich dementsprechend
positive, bei Notierungen unterhalb von 18.100 hingegen negative
Impulse ergeben.

Für den DAX gilt derweil aber weiter “business as usual”, denn solange
die Kurse unter der August-Trendgeraden verharren, dürfte sich die seit
mittlerweile 42 Handelstagen andauernde Seitwärtsbewegung
fortsetzen. Erst oberhalb von 10.660 Zählern würde sich also Potenzial
für einen Anstieg in Richtung 10.890/11.000 ergeben. Zusammen mit
einer kleinen Volumenkante bildet dort jedoch die obere Begrenzung des
März-Aufwärtstrendkanals einen Doppel-Widerstand, der im ersten
Anlauf nur schwer zu überwinden sein wird

Auch wenn der Weg aufwärts weiter recht steinig ist, rechnen momentan
nur die wenigsten Analysten mit einer größeren Abwärtsreaktion. Der
Grund dafür findet sich vor allem in soliden Haltezonen, die den DAX
spätestens bei 10.350 oder 10.285 auffangen sollten.