(Prime Quants) – 8,46 Prozent Kursgewinn am Freitag auf 14,1 Cent scheinen nicht so recht zu den Meldungen zu passen. Was sich für die Arbeitnehmer beim Baumarktunternehmen zu einer Farce entwickeln könnte, sieht das Management als Chance, wie der Spiegel berichtet. Das insolvente Unternehmen wird zum Zankapfel zwischen Banken und Investoren. Wie Aktiencheck berichtet, bot Aktionärin Isabella de Krassny den Gläubigerbanken die Forderungen abzukaufen. Was auch immer bei den Verhandlungen und Plänen des Managements heraus kommt, sicher ist, dass die Aktie von Praktiker eine heiße Woche zu erwarten hat, wo sich erwartungsvolle Spekulation mit panikartigen Verkäufen abwechseln werden, je nachdem welche Stimmung gerade überwiegt oder aktuell ist.

Chart Praktiker (WKN A0F6MD)

Von den 200 Filialen sollen 80 hochdefizitär sein. Denkbar, dass im Zuge eines Sanierungskonzeptes diese Filialen geschlossen werden. Was für die dort Angestellten die Kündigung bedeuten könnte. Das Management sieht die Insolvenz derweil als Chance, was auf den verständlichen Unwillen der Arbeitnehmer trifft. Es heißt man wer die Marke Praktiker möglicherweise einstampfen und versuchen das Unternehmen unter dem Namen Max Bahr weiterzuführen. Die rentablen Praktikermärkte sollen zu Max Bahr überführt werden. Was mit den anderen geschieht, kann man sich an einer Hand abzählen.

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Das Konzept wird derzeit noch vom Management ausgearbeitet. Gleichzeitig findet auf Investorenebene ein anderer Kampf statt. Die Aktionären Isabella de Krassny hat nach Medienberichten den Gläubigerbanken des Unternehmens angeboten die Forderungen zu kaufen. Wenn der Preis stimmt, wäre der Rettung wahrscheinlich kein Stein mehr im Weg liegen. Allerdings könnte sich eine Abwicklung in Form einer Zerschlagung für die Gläubiger rechnen. Falls der Verkauf der lukrativen Teile mehr einbringt, um die Fremdkapitalgeber zu befriedigen, als die Aktionäre um de Krassny bereit oder in der Lage sind zu zahlen, wäre aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Entscheidung klar für eine zerschlagende Insolvenz zu treffen – jedenfalls, wenn es nach den Fremdkapitalgebern ginge. Was auch immer das Ergebnis des angelaufenen Insolvenzverfahrens sein wird, eines ist sicher. Die Aktie des Baumarktkonzerns wird in dieser Woche massiven Schwankungen ausgesetzt sein.

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