
Waren es der starke Euro, steigende Renditen am Rentenmarkt oder die Nachwirkungen der Bullenfalle aus der Vorwoche? Wahrscheinlich war es ein Bündel dieser Nachrichten, das dem DAX gestern den größten Tagesverlust seit dem 9. November bescherte und die Kurse im Tief bis auf 12.972 drückte. Dabei wurde zwar (nahezu punktgenau) das offene Gap vom Jahresanfang geschlossen, allerdings hat das Chartbild damit auch deutliche Schrammen davongetragen:

Sofern es dem Index nun nicht gelingt, die 13.000er-Marke zu verteidigen und sich erneut in Richtung November-Abwärtstrendgerade bei 13.130 Zählern abzusetzen, drohen weitere Verkäufe. Diese könnten sich bis in den Bereich des alten Juni-Tops bei 12.952 Punkten (das gestern Abend im nachbörslichen Handel bereits auf den Prüfstand gestellt wurde) und der ebenfalls altbekannten Korrektur-Tiefs bei 12.848 und 12.810 Zählern erstrecken, bevor eine Etage tiefer das amtierende 2018er-Jahrestief und die 200-Tage-Linie bei 12.745 Zählern warten.
Aufhellen würde sich das Chartbild hingegen, wenn dem DAX die bereits skizzierte Gegenbewegung über 13.130 gelingt. Erobert der Index nämlich die November-Abwärtstrendgerade zurück, hätten die Blue Chips gute Chancen, im Anschluss auch die wichtige 13.200er-Barriere in Angriff zu nehmen. Im Fokus dürfte dabei heute der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Januar stehen, der um 14.30 Uhr veröffentlicht wird.







