Auf Jahressicht gibt es nichts zu meckern, da liegt die Kultmarke mit den drei Streifen immer noch mit stabilen +17% vorne. Noch besser ist die Performance, wenn man noch etwas weiter in die Vergangenheit blickt – vor drei Jahren, am 12. Dezember 2014, notierte adidas bei 57,26 Euro, Wertgewinn seitdem gut 205%. So weit, so schön, beim Blick auf die jüngere Kurs-Vergangenheit verlieren die Herzogenauracher jedoch an Glanz und Strahlkraft. Rund 11% hat die Aktie in den vergangenen drei Monaten eingebüßt, davon alleine 3% am gestrigen Montagnachmittag, als die Papiere ohne Vorwarnung um 5,60 Euro auf 175 Euro abstürzten. Schön geht anders, siehe oben, dennoch wäre es zu früh, adidas schon abzuhaken:
Mit dem dritten Test der 175er-Unterstützung seit dem 09. November ist die Erholung aus der ersten Dezemberwoche zwar zunächst vom Tisch, die Chancen, dass die Aktie – nach dieser Strafrunde – wieder nach oben abdreht, stehen jedoch weiterhin gut. Aber:

Dafür sollte adidas jetzt den Kontakt zur wichtigen 175er-Haltezone nicht verlieren, sondern idealerweise spätestens im Bereich des April-Tiefs (173,95 Euro) die Kehrtwende einläuten. Mit dem neuerlichen Sprung über 175 Euro könnte es dann, über den kleineren Widerstand bei 178 Euro hinweg, bis zu den nächsten Etappenzielen bei 180 bzw. 182 Euro gehen. Oberhalb von 181,84 Euro wäre zudem die 200-Tage-Linie wieder überboten bzw. der Ausbruch über die Oktober-Abwärtstrendgerade geglückt, und aus charttechnischer Sicht würde damit noch einmal Aufwärtspotenzial bis zum Bremsbereich rund um 195 Euro freigesetzt. Klingt ziemlich ambitioniert, wird aber vom Seasonal Chart untermauert:
Da befindet sich adidas aktuell nämlich tatsächlich in der zweitstärksten Long-Phase des Jahres, die bis zum 29. Dezember anhält und im Schnitt Kursgewinne von +8,98% generiert. Und darüber hinaus direkt zum Jahreswechsel dann in die stärkste Aufwärtsphase eines Jahres übergeht, denn zwischen dem 30. Dezember und dem 08. Mai sattelt adidas durchschnittlich weitere 10,94% auf.

Im Market Mover haben wir uns mit dem Open End Turbo Bull WKN: CY1P9W der Citi bereits im November auf der Long-Seite positioniert und lassen den Schein, der mit einem aktuellen Hebel von 6,62 und einer Knock-Out-Barriere bei 148,9041 Euro ausgestattet ist, zunächst unverändert laufen. Denn:
Die Unterseite weist – neben der ausgeprägten Unterstützung bei 175 Euro – eine ganze Reihe weiterer Haltezonen auf, an denen die Aktie nach oben abfedern könnte. Zu nennen sind hier, in absteigender Reihenfolge, vor allem der Bereich um 174 Euro mit dem April-Tief, die Volumenspitze bei 170 Euro und die Schiebezone um 168 Euro, bevor das Juni-Tief bei 163,45 Euro in den Fokus rücken würde.







