
Die US-Arbeitsmarktdaten verhalfen dem deutschen Leitindex am Freitag tatsächlich auf die Sprünge – zum Nachmittag schüttelte der DAX seine vorherige Lethargie ab und marschierte bis auf ein Tageshoch bei 12.322 Punkten. An dieser markanten Barriere – auf diesem Niveau verläuft die horizontale Widerstandslinie der Juni-Tiefs – prallten die Kurse jedoch ab und fielen zur Schlussauktion wieder haarscharf unter die 12.300er-Marke zurück. Damit steht der Index jetzt unmittelbar vor einer immens wichtigen Hürde:

Gelingt es dem DAX nun, auf Schlusskursbasis über 12.325 Punkte zu klettern, eröffnet sich sofort weiteres Aufwärtspotenzial bis zum nächsten Widerstand bei 12.391/12.400 Zählern und direkt darüber wartet dann die Juni-Abwärtstrendgerade. Mit einem Sprung über diese Schwelle könnte das Börsenbarometer also den kurzfristigen Abwärtstrend beenden und gleichzeitig die Weichen für einen neuen Angriff auf die 12.600er-Marke stellen.
Zunächst gilt es jedoch, den Kurssprung vom Freitag zu bestätigen. Fällt der DAX nämlich wieder zurück, würde – nach der 12.200er-Schwelle – noch einmal das Niveau um 12.100/12.090 in den Fokus rücken, und der Erholungsversuch müsste erneut als gescheitert verbucht werden. Nachdem nur einige wenige Konjunkturdaten auf der Agenda stehen, dürfte – neben den noch ausstehenden Quartalszahlen (u.a. E.ON, Henkel und ThyssenKrupp) vor allem der Euro die Kurse bewegen.







