Außer Spesen nix gewesen – so lautete am Donnerstag das Motto für den deutschen Aktienmarkt. In Manier der Gebrüder Grimm könnte man (mit etwas Schalk im Nacken) aber auch “Drei auf einen Streich” titeln, denn der DAX ging, wie an den beiden Vortagen, erneut mit exakt 11.584 Punkten aus dem Handel.

Chart DAX

Etwas Spannendes gibt es aber dennoch zu erzählen, beispielsweise vom Goldpreis oder dem Euro. Beide wurden zuletzt stark belastet, konnten sich gestern mit Kursgewinnen von +1,4% und 1,0% aber von den jüngsten Tiefs wieder etwas erholen. Eine Trendwende gehört zwar noch ins Reich der Fabeln (denn dafür fehlen schlichtweg die technischen Signale), interessant bleibt die Situation aber allemal. Nicht zuletzt, weil es den Aktienmärkten momentan schwer fällt, weiteren Boden gutzumachen.

Schön zu sehen ist das am Dow Jones, der seit mittlerweile 16 Tagen knapp unterhalb von 20.000 Punkten seitwärts pendelt und Volumen schiebt. Was darauf jedoch oft folgt, bezeichnen die Freien Künste als retardierendes Moment – quasi eine Art Täuschungsmanöver vor der eigentlichen Bewegung. Und ein solches wäre auch im DAX (entweder oberhalb von 11.637 oder unterhalb von 11.440 Punkten) durchaus vorstellbar. Noch ist es allerdings zu früh, um diesbezüglich klare Aussagen zu treffen, weshalb dem Trader nicht viel übrig bleibt, als vorsichtig zu agieren und den Stop lieber etwas enger zu ziehen.