Getreu dem Motto “neue Besen kehren gut” haben die Anleger dem DAX am Montag zu einem starken Jahresauftakt (+1%) verholfen. Die im Verlauf bereits übersprungene Marke von 11.600 Punkten konnte das Leitbarometer zum Ende des Geschäfts jedoch nicht halten. Dem bullishen Chartbild tut das allerdings keinen Abbruch, zumal es heute Morgen direkt per Up-Gap über diese Hürde gehen dürfte. Dennoch gilt es, den Kavalierstart richtig einzuordnen.

Chart DAX

So ist unter anderem zu berücksichtigen, dass der DAX im Alleingang vorgeprescht ist, denn die wichtigen Börsen in Großbritannien und den USA starten erst heute in das neue Jahr. Entsprechend gering fiel daher gestern auch das Handelsvolumen aus. Ob die Bewegung also wirklich nachhaltig ist, muss sich jetzt erst noch zeigen.

Charttechniker wissen allerdings: Oft sind es genau diese Phasen aus Staunen & Skepsis, in denen die größten Trends entstehen, auch wenn der Markt nach Kursgewinnen von knapp 12% seit Anfang Dezember durchaus reif für eine Korrektur in Richtung 11.210 oder 11.150 wäre. Top-Fishing ist aber leider eine schwierige und riskante Angelegenheit – vor allem, wenn es an klaren Widerständen mangelt. Oberhalb von 11.550 (kleine Volumenkante) müssen also auch 11.800 oder 12.000 Punkte als mögliche Ziele in Betracht gezogen werden. Den Grat zwischen bullishen und neutralem Terrain stellt dabei nun die Marke von 11.440 Zähler (Volumenspitze) dar.