Über den Jahreswechsel konnte man am deutschen Aktienmarkt schon allerhand erleben: beispielsweise ein Kursplus von 7,3% am ersten Handelstag im Jahr 2003 oder aber ein strammer Tritt auf die Bremse und ein Minus von 4,3%, wie 2016. Startschwierigkeiten sind für den DAX jedenfalls keine Seltenheit. Im Gegenteil:

Chart DAX

Für die ersten zehn Sitzungen ergibt sich nach 29 Jahren sogar eine leicht negative Durchschnittsrendite von -0,21%. Es ist also durchaus vorstellbar, dass die Kurse zunächst weiter auf der Stelle treten oder in eine Korrektur übergehen. Diese dürfte jedoch zunächst nur im einstelligen Prozentbereich angesiedelt sein und könnte bereits bei 11.150 oder 11.000 Punkten wieder aufgefangen werden.

Mit Blick auf das Börsenjahr 2017 stellt sich aber dennoch die Frage, ob die Lücke zwischen 10.786 und 10.874 Punkten in den nächsten Wochen bzw. Monaten wieder geschlossen wird. Die Kurse haben zwar die Angewohnheit, solche Breakaway-Gaps eine zeitlang offen zu lassen, allerdings ist der politische Kalender mit Wahlen in den beiden größten EU-Ländern Deutschland und Frankreich auch im kommenden Jahr gut gefüllt. Oder kommt es doch anders als man denkt? Der Mix aus einer guten Portion Skepsis (siehe EUWAX-Sentiment) bei weiter billigem EZB-Geld ist jedenfalls nicht die schlechteste Voraussetzung für eine Rallye-Fortsetzung und Kurse jenseits von 12.000 Punkten.