
Dass es in den Tagen zwischen den Jahren auch auf dem Parkett etwas gemütlicher zugeht, ist keine Überraschung. Eine Tagesspanne von gerade einmal 16 Pünktchen grenzt allerdings schon fast an Arbeitsverweigerung. Zuletzt war ein derart zähes Geschäft im DAX jedenfalls vor sechs Jahren am 22. Dezember 2010 zu beobachten.

Das Problem dabei: Trading und Charttechnik leben eigentlich von der Bewegung. Die Einordnung des impulslosen Geplänkels fällt daher nicht leicht. Es könnte sich auf der einen Seite nämlich nur um eine Verschnaufpause (eine sogenannte Akkumulationsphase) innerhalb eines intakten Aufwärtstrends handel. Andererseits kann die fehlende Dynamik aber auch als Vorbote für eine Korrektur gesehen werden, schließlich fehlt es momentan an wirklichem Kaufinteresse, das die Kurse weiter nach oben treibt.
Es bleibt also nur festzustellen, dass der Markt im Bereich von 11.440 Volumen schiebt und (je nach Tendenz) dort eine Unterstützung bzw. einen Widerstand herausbildet. Darunter finden sich drei interessante Nachkaufgelgenheiten bei 11.365 (kurzfristig), 11.150 und 11.000, die sich durch den umsatzarmen Korridor ergeben. Aufgrund des negativen Sentiments (Stichwort: die Hausse wächst in der Skepsis) bleiben oberhalb von 11.440 Punkten allerdings auch die nächsten Ziele bei 11.550 oder sogar 11.800 theoretisch erreichbar, doch dafür müsste der Start ins Jahr 2017 wohl auf Anhieb gelingen.







