Am deutschen Aktienmarkt lässt man das turbulente Börsenjahr 2016 ruhig ausklingen. Der DAX kam jedenfalls recht träge aus dem langen Wochenende und bewegte sich am Dienstag kaum. Gerade einmal 30 Pünktchen lagen zwischen dem Tageshoch und -tief.

Chart DAX

Lediglich zur Eröffnungsglocke an der Wall Street (als es nach einem weiteren Angriffsversuch auf die 20.000-Punkte-Marke aussah) zuckte das Börsen-Barometer kurz. Allerdings stiegen die Anleger auch in Übersee rasch auf die Bremse, weshalb sich am charttechnischen großen Ganzen zunächst nichts geändert hat. Das heißt:

Begleitet von einer sehr niedrigen Handelsaktivität tendiert der DAX knapp oberhalb des 2015er-Dezember-Tops seitwärts. Die Zeit zwischen den Jahren wird damit zum Drahtseilakt, wobei die Fallhöhe zwar zunächst überschaubar bleibt, mit Korrekturzielen bei 11.150 und 11.000 Punkten aber auch nicht zu unterschätzen ist. Immerhin hat der Markt nach unten gut 3% bis 5% Luft.

Allerdings (und das ist momentan einfach so) wäre oberhalb von 11.365/11.430 auf die Schnelle auch noch ein Anstieg bis 11.550 oder sogar 11.800 Punkte möglich. Ob uns der DAX aber tatsächlich den Wunsch einer Erschöpfungslücke oder sogar eines Blow Offs erfüllt (was den Short-Einstieg erleichtern würde), darf angesichts des mageren Volumens vorerst bezweifelt werden.