
Der deutsche Leitindex hat sich lange Zeit gelassen (fast vier Monate), ist dann aber Anfang Dezember fulminant aus der Seitwärtsrange nach oben ausgebrochen. Der Mix aus aufgestautem Bewegungspotenzial und neuen charttechnischen Kaufsignalen sorgte dabei für ein kleines Kursfeuerwerk und (bezogen auf den aktuellen Stand) den viertbesten Dezember der Geschichte. Die große Frage lautet nun aber: Geht da zwischen den Jahren jetzt noch was?

Unter Berücksichtigung des eher niedrigen Handelsvolumens in der vergangenen Woche (am Freitag lagen die Umsätze zirka 40% unter dem Jahresschnitt), gewinnt man den Eindruck, dass die meisten Investoren ihre Bücher bereits geschlossen haben. Das sogenannte “Window dressing” dürfte also kein allzu großes Thema auf dem Parkett sein. Allerdings (und das ist ein interessanter Punkt) braucht es bei niedrigen Volumina auch nicht viele Hände, um den Markt zu bewegen. Bevor es jedoch zu einer Korrektur kommt, könnte der Druck auf die bereits sehr bearish ausgerichteten Privatanleger (siehe EUWAX-Sentiment) noch etwas steigen. Mögliche Kursziele finden sich dabei auf der Oberseite unverändert bei 11.550 und 11.800 Punkten.
Das positive Chartbild ändert aber nichts daran, dass dem Markt ein kleiner Rücksetzer (idealerweise bis 11.150 oder sogar 11.000) gut tun würde. Doch diese Bewegung/Korrektur könnte spielend auch ins nächste Jahr verschoben werden.







